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dem zug lauschen

Hörbare Wirklichkeiten machen das Gefühl der Nähe zu Slowenien erfahrbar. Die alte Bahnstrecke wird mittels einer Sound-Installation wiederbelebt.
„Meine Damen und Herren, unser nächster Aufenthalt, Zugendbahnhof Bad Radkersburg – bitte Alle aussteigen.“ – Mit diesen Worten endet seit nun mehr als sechzig Jahren eine Zugfahrt nach Bad Radkersburg. Am 17. April 1945 sprengte die deutsche Wehrmacht bei ihrem Rückzug die Murbrücken zwischen Radkersburg und Gornja Radgona. Die Eisenbahnbrücke wurde nie wieder aufgebaut. Seither steht die 25,5 km lange Strecke über Oberradkersburg (Gornja Radgona) nach Luttenberg (Ljutomer) still. Teilweise wurde die Strecke abgetragen. Die Schienen geben nur noch Auskunft über die Richtung in die es weiter geht. Ein von Büschen und Geäst umwachsener Rammbock markiert das physische Ende des Gleiskörpers.
Fiktive Züge starten stündlich vom Bahnhof und werden dort per Lautsprecher angesagt, bereitgestellt und fahren planmäßig von Bahnsteig zwei ab. Sie sind Anschlusszüge aller Züge die in Bad Radkersburg ankommen.

in kooperation mit christian hoffelner